Heilkräuter-Fachsymposium am 04.06.2019
 
Das Sächsische Landeskuratorium Ländlicher Raum e.V. (SLK e. V.) veranstaltete dieses Jahr bereits das 17. Heilkräuter-Fachsymposium, welches traditionell im Roten Saal des Lausitzer Klosters Stankt Marienstern stattfand. Diese populärwissenschaftliche Veranstaltung gewinnt durch ihr freundliches Ambiente seit vielen Jahren immer mehr Beliebtheit. Die vorhandenen rund 90 Plätze waren frühzeitig ausgebucht.
 
„Pflanzen der Mitte“ standen im Fokus des diesjährigen Fachsymposiums, besonders das Johanniskraut, die Heilpflanze des Jahres 2019. 
Dr. Friedemann Gaube, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Institutes für Pharmazie der Friedrich Schiller-Universität Jena, referierte in seinem Vortrag „Balsam für die Seele“ über moderne Phytotherapie mit Johanniskraut & Co. Dabei setzte er die Pflanze wissenschaftlich fundiert ins rechte Licht. Er löste Irritationen und dementierte Falschaussagen zu Neben- und Wechselwirkungen, z. B. der Photosensibilität. Denn wissenschaftliche Studien belegen eindeutig, dass eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht bei korrekter Dosierung nicht auftritt. Diese Pflanze verdient volles Vertrauen.
In ihrem Vortrag „Von dem Sankt Johannes-Kraut“ zeigte Anke Herrmann, Heilpraktikerin aus Großschirma, in einer Gegenüberstellung, dass die bereits von Paracelsus formulierten Anwendungen heute von der wissenschaftlichen Forschung Schritt für Schritt bestätigt werden und auf Wahrheit beruhen. 
Mit einer kurzweiligen Mischung aus Bewegungsübungen, Ernährungshinweisen und Kochvorführung begeisterte die Gourmet-Vollwertköchin Kerstin Mickan die Teilnehmer des Fachsymposiums für tiereiweißfreies, antientzündliches Essen. Die vorbereiteten Gerichte durften am Schluss auch verkostet werden, wodurch auch notorische „Salat- und Gemüsemuffel“ von deren Schmackhaftigkeit überzeugt wurden.
Außerdem wurde im Rahmen des Heilkräuter-Fachsymposiums die neue Heilpflanze des Jahres - die Wegwarte (Cichorium intybus) - durch den NHV Theophrastus bekanntgegeben. 
Und wer noch mehr Wissensdrang hatte, konnte sich der abendlichen Gartenführung von Dipl.-Gartenbau-Ingenieurin Sonja Heiduschka durch den Hortulus medicus anschließen.
 
Dank der hochwertigen Vorträge kompetenter Referenten, der perfekten Organisation, der musikalischen Untermalung und der Förderung durch die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt wird das Heilkräuter-Fachsymposium ein weiteres Mal bei den Teilnehmern in guter Erinnerung bleiben.
 
Maria Vogel, Dipl.-Ing. (FH) Pharmazie, NHV Theophrastus
13.06.2019