Fachsymposium "Klein und fein, dennoch stark - das Veilchen"
Referenten
Programm
Präsentation der Heilpflanze 2008

Gartennacht im Kloster St. Marienstern
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Anfahrtsskizze

 

DIE NATUR IST DER ARZT
Anlässlich des Tages der Umwelt 2007 wird zu thematischen Veranstaltungen herzlich eingeladen.

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Aus Anlass des Tages der Umwelt 2007 führt das Sächsische Landeskuratorium Ländlicher Raum e.V. wiederum verschiedene Veranstaltungen unter dem Leitthema: "Die Natur ist der Arzt" durch. Im Mittelpunkt steht das traditionelle Fachsymposium zu Heilpflanzen im Kloster St. Marienstern. In der Gartennacht um den Zeitpunkt des Johannistages soll über Formen der Naturmeditation eine Besinnung auf bewusste Lebensweisen erreicht werden. Der Ort und das Ambiente des lebendigen Zisterzienserinnenklosters wird die Botschaft dieser beiden Veranstaltungen verstärken. In all den Jahrhunderten war und ist das Kloster ein Ort des Lernens, des geistigen und bewussten Lebens sowie seelischer Erbauung. Ergänzt werden die beiden Höhepunkte im Kloster durch eine Reihe von Umweltseminaren speziell für Senioren, die an verschiedenen Orten Sachsens von Mai bis November stattfinden.

Präsentation der Heilpflanze 2008

Erstmalig wird im Rahmen des traditionellen Heilkräuter-Fachsymposiums am 14. Juni 2007 die Heilpflanze des
Jahres 2008 der Öffentlichkeit präsentiert. Diese wird regelmäßig durch eine Jury des Vereins NHV Theophrastus München gekürt. Die feierliche Präsentation erfolgt im Anschluss an die Expertenrunde um 17.00 Uhr.

Fachsymposium: "Klein und fein, dennoch stark - das Veilchen"
Donnerstag, den 14. Juni 2007, 14.00 Uhr im Roten Saal des Klosters St. Marienstern.

Das Veilchen (VIOLA ODORATA) wurde von einer Jury des Vereins NHV Theophrastus als Heilpflanze des Jahres 2007 gekürt. Der Verein ist seit vielen Jahren neben der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt
ein Hauptpartner dieses Heilkräuter-Fachsymposiums. Aufgrund des Duftes und der dunklen Blüten war das Veilchen für die Griechen die Blume der Liebe. Hippokrates setzte das Veilchen gegen Kopfschmerzen und Sehstörungen ein. Im Mittelalter galt das Märzveilchen als Symbol der Demut und der Bescheidenheit. Hildegard von Bingen empfiehlt das Veilchen gegen die "Verdunkelung der Augen", Melancholie, "Schwere im Kopf oder in den Nieren" und gegen "Dreitägiges Fieber". Am Wiener Hof wurde schon um 1200 das erste Veilchen mit einem rauschenden Fest gefeiert. Paracelsus schrieb dazu: "Ein Tag im Frühling ohne Veilchenduft ist ein verlorener Tag".
Als Zier- und Duftpflanze wird dem Veilchen von Laien viel Aufmerksamkeit geschenkt, jedoch die Heilwirkung ist im Allgemeinen weniger bekannt. Zur Sensibilisierung und Wissensverbreitung soll auch dieses Fachsymposium im Kloster St. Marienstern beitragen. Diese Fachveranstaltung ist eine populärwissenschaftlich orientierte Vortragsveranstaltung mit Diskussion und Gartenführung. Sie spannt den Bogen von der historischen Bedeutung in der Klostermedizin über Botanik, umweltgerechten Anbau bis hin zur heutigen Anwendung in Naturheilverfahren sowie der Verarbeitung für Medikamente/Kosmetika. Ein Schwerpunkt wird auf die natürliche Heilwirkung bei Erkrankungen von Atemwegen, wie Bronchitis, Reizhusten und grippalen Infekten, gegen Rheumatismus, nervöses Herzklopfen mit Angstgefühl und nervöse Befindlichkeitsstörungen gelegt.
Das Duftveilchen, welches auch blaue Viole, Heckenveigerl, Blauröschen oder Osterveigerl genannt wird, enthält Saponine, ätherische Öle, Schleimstoffe und organische Säuren. Verwendet werden neben Blättern und Blüten auch die Wurzel, welche das Alkaloid Odoratin als Bestandteil beinhaltet. Besser bekannt ist wahrscheinlich die Nutzung des Veilchens als Duftpflanze zur Parfümherstellung. Aber auch in der Küche wird es u. a. zur Herstellung
von Likören, insbesondere zur violetten Einfärbung, genutzt.

Referenten - Fachsymposium

Äbtissin Benedicta Waurick,
Kloster St. Marienstern Panschwitz-Kuckau
• Im November 1986 zur Äbtissin gewählt und damit für das Kloster und die Gemeinschaft von 19 Schwestern verantwortlich
• Weiterhin Verantwortung für Schule, Werkstatt und Wohnheim mit 120 geistig Behinderten




Dr. Albin Nees, Staatssekretär a. D.
• Studium (Philosophie, Theologie, Rechtswissenschaft) in Würzburg und Bonn, Promotion in Würzburg
• Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Soziales von Nov. 1990 bis Dez. 2001 und von Juli 2002 bis November 2004
• Präsident des Deutschen Familienverbandes




Christine Stoll,
Meißner Hahnemannzentrum e.V.
• Gärtnerin, landwirtschaftlich-technische Assistentin
• Geprüfte Wohn- und Umweltberaterin
• Kräuterexpertin und Dozentin, seit November 2000 freiberuflich tätig





Stefan Finger,
St. Sebastian-Apotheke Panschwitz-Kuckau
• 1984 - 1989 Studium der Pharmazie an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
• seit 1996 Inhaber der St. Sebastian-Apotheke in Panschwitz-Kuckau
• Mitglied der Kammerversammlung der Sächsischen Landesapothekerkammer




Roswitha Schob,

Être belle - Fachschule für Kosmetik Dresden
• Diplomlehrerin für Kunst und Deutsch, Studium PH Dresden,
• seit 1999 Schulleiterin der Privaten Kosmetikschule être belle in Dresden
• Vorsitzende des Fördervereins être belle Private Kosmetikschule Dresden e. V. und Schulleiterin der Fachschule für Kosmetik, Wellness und Schönheitspflege des FV in Dresden seit 2001




Programm

14.00 Uhr Begrüßung, Äbtissin Benedicta Waurick

14.05 Uhr Einführung durch den Schirmherrn Dr. Albin Nees, Staatssekretär a.D. des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales

14.15 Uhr "Der Maria geweiht, dem Volke genutzt - Das Veilchen historisch betrachtet", Christine Stoll, Meißner Hahnemannzentrum e.V.

14.40 Uhr "Viola odorata - nur ein wohlriechendes Veilchen ? - Das Veilchen in der Volksmedizin und der modernen Pharmazie", Stefan Finger, St. Sebastian-Apotheke Panschwitz-Kuckau

15.05 Uhr "Das wohlriechende Veilchen", Roswitha Schob, Ètre belle - Fachschule für Kosmetik Dresden

15.30 Uhr "Veilchen - Heilpflanze und süße Delikatesse", Andrè Zweinig, Heilpraktiker

16.00 Uhr Kaffeepause, Gespräche

16.30 Uhr Expertenrunde mit den Referenten

17.00 Uhr Präsentation der Heilpflanze 2008, Konrad Jungnickel, Heilpraktiker, NHV Theophrastus

18.00 Uhr Abendliche Fachführung durch den historischen Bauerngarten im Ernährungs- und Kräuterzentrum mit
Vorstellung des neu angelegten Schönheitspfades "Aphrodite", Sonja Heiduschka, Dipl-Gartenbauing., SLK e.V.; Nastasia Ziesch, FÖJ beim CSB e.V.

18.00 Uhr Mitgliederversammlung NHV Theophrastus (Geschlossene Veranstaltung)

Moderation: Dr. Albin Nees
Musik: Franziska Ernst, Gesang
Gunda Kumbier, Piano